»Ich wusste, dass es möglich war, es musste getan werden, und ich habe es getan.«
29. Juli 2026Liebe Leserin, lieber Leser,
woran denken Sie, wenn Sie den Namen Johann Peter Hebel hören? Die »Alemannischen Gedichte«, das »Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes«, später von Marcel Reich-Ranicki geadelt – oder langsam verstreichende Deutschstunden in der Oberstufe? Ernst Bloch nannte »Unverhofftes Wiedersehen« einst »die schönste Geschichte der Welt«; mir fallen da spontan auch einige andere ein. Und doch ist Hebel unbestreitbar ein Sprachvirtuose.
Von einer ganz anderen Seite nähert sich Thomas Weiß dem literarischen Erzähler in Johann Peter Hebel – Der Heimatflüsterer. Er zeigt uns einen Hebel voller kindlicher Begeisterung und Wunderfitz, aber auch existenzieller Verletzbarkeit und zärtlicher Zurückhaltung in der Liebe. Er zeigt uns – den Menschen hinter den Geschichten.
Als Freiburger sehe ich in Hebel auch den Visionär: Hat er doch schon vor mehr als zweihundert Jahren vorhergesagt – »Z'Friburg in der Stadt, // sufer isch un glatt.«
Ich wünsche Ihnen eine saubere Lektüre.
Ihr
Matthias Grüb


